Thema Sinneswahrnehmung

SinnSinn (ins Leben gerufen vom Projektträger Hausen e. V.) möchte eine Brücke zwischen Naturwahrnehmung und einer Auseinandersetzung mit der Vielfalt menschlicher Sinne bauen. Es geht dabei um einen Austausch und Diskurs über die eigenen Vorstellungen in Bezug auf neue Erfahrungen mit den menschlichen Sinnen. Die Idee, einen Erfahrungsaustausch zwischen Menschen mit unterschiedlichen Sinnespräferenzen zu initiieren, basiert auf den Wunsch Vielfalt zwischen den Menschen zu fördern und diese zu nutzen, um die Gemeinschaft einer Gesellschaft zu stärken. Wir möchten multisensorische Wahrnehmung durch Akzeptanz von Vielfalt im Alltag bewusst machen.
Dies wollen wir bei SinnSinn unter anderem durch eine Etablierung und das aktive Nutzen von Begrifflichkeiten wie z.B.  “Menschen mit visuellen oder taktilen Sinnespräferenzen” statt vorherrschend “Menschen mit Sehbehinderung oder Hörschädigung” erreichen. Wir wünschen uns eine Kommunikation, die den Wert einer individuellen Präferenz hervorhebt, statt auf das Fehlen eines herrschenden Sinnes hinzuweisen.

“Schaffe dir Bilder mit allen Sinnen, um dich an mehr zu erinnern als nur an das Gesehende.”

In dem bisherigen Projekt BlindNature (2018) hat der Verein zusammen mit blinden und sehenden Menschen diese unterschiedlichen Sinneswahrnehmungen in gemeinsamen Aktionen wie Nachtwanderungen, Geruchsworkshops und Kochevents untersucht. Im Zentrum der Untersuchungen standen Materialien der Natur. Wir wollen durch die Thematisierung unterschiedlicher Sinneswahrnehmungen nachhaltiges und inklusives Handeln anregen. Im Zuge des Projektes BlindNature ist die Idee entstanden, ein audiovisuelles Magazin zu veröffentlichen. Dies soll eine Erweiterung des bisherigen Podcasts DraussenRauschen sein und Naturführungen, Geräusche, Momente oder auch Interviews zu Wahrnehmungsmöglichkeiten und Diversitäten nicht nur auditiv, sondern auch visuell erfahrbar machen. Das digitale Magazin soll barrierefrei und für alle Menschen mit bestimmter Sinnespräferenz zugänglich sein. Somit stellen wir ein Archiv unserer Auseinandersetzungen her, das Teilhabe und Öffentlichkeit über unsere Veranstaltungen hinaus ermöglicht und ein Vorbild für andere sozio-kulturellen Projekte sein kann und Menschen mit Sinneseinschränkungen zu Akteuren macht.