Nicoll Ullrich

Die Idee zu SinnSinn kam mir 2017 während ich nach einer Möglichkeit suchte individuelle Unterschiede in der Wahrnehmung künstlerisch zu erforschen. Das Sehen war im Kunstkontext immer der dominante Sinn, über den die Wahrnehmung eines Werkes oder Objektes abläuft. Und der Diskurs wurde auch nur darüber geführt. In meiner bisherigen künstlerischen Arbeit bin ich dadurch an meine Grenzen gestoßen und somit wollte ich mich für die partizipatorische Arbeit öffnen.
Bei der Konzeption des ersten Projekts BlindNature von 2018, habe ich mich bewusst von der Kunst wegbewegt und wollte ein neues Feld ausprobieren. Der Kerngedanke – die Auseinandersetzung mit diverser Wahrnehmung – sollte jedoch bestehen bleiben.
Da ich ein sehr naturverbundener Mensch bin und glaube, dass der Mensch in Symbiose mit der Natur leben sollte, habe ich meinen Schwerpunkt in Richtung Natur gelegt. Hierbei ist die Fülle an vorhandenen natürlichen Materialien, die mir zu Verfügung stehen, überaus spannend.

Aus den Erfahrungen des ersten Projekts wurde deutlich, wie groß das Feld und der noch zu erforschende Inhalt der Wahrnehmung im Naturkontext ist. Ich merkte, dass der Austausch über die Wahrnehmung mit unterschiedlichen Sinnen zwischen unterschiedlichen Menschen auch für andere bereichernd sein kann. Deshalb möchte ich diese Initiative weiterentwickeln.


geboren 1978 in Elsterwerda/Brandenburg. Studium Bildende Kunst, Skulptur & Raumkonzepte (Meisterschülerin Prof. Bosslet) in Dresden. 8 Jahre freischaffend als Künstlerin danach in Verlagen und Agenturen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Webdesign tätig. Gründungsmitglied Hausen e.V. und Sanatorium Lychen e. G. (Projekt für gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten in Lychen). Beraterin für das Netzwerk Zukunftsorte. Zur Zeit Referentin Öffentlichkeitsarbeit GEBEWO – Soziale Dienste- Berlin gGmbH