BlindWalk – Orte ungesehen

BlindWalk – Orte ungesehen, entstand aus dem Wunsch Kunstausstellungen zu besuchen ohne selbst dort gewesen zu sein. Der spannende Moment der eigenen Vorstellungskraft in Bezug auf Kunstausstellungen sollte darauf abzielen, sich teilweise nicht einfach erklärbare oder absurde Gebilde der Kunst vorzustellen. Wenn kein Bezug auf Alltagsgegenstände gemacht werden kann, erhält der Rezipient die Möglichkeit, sich ganz neue Welten aus der Fantasie hervorzurufen.
Grundlage war die textliche Beschreibung einer Ausstellung als Brief zwischen zwei Personen, bei denen die eine Person die Ausstellung nicht real besucht hat.

BlindWalk wurde später erweitert, indem eine blinde Person (oder eine Person mit verbundenen Augen) und eine Sehende Person zusammen ein unbekanntes Gebiet erkunden. Die unterschiedlichen Wahrnehmungspräferenzen sind Grundlage für ein Dialog zwischen den jeweiligen Personen über das in der Situation Wahrgenommene und werden als Texte in ein Archiv der ungesehenen Orte – BlindWalk – Archiv aufgenommen.

Mit den Beschreibungen von BlindWalk ist es möglich, sich ein Bild von einem Moment zu machen und sich selbst vorzustellen, wie dieser Moment real ausgesehen haben könnte, ohne Anspruch auf einen visuell bestimmten Wahrheitsgehalt. Unterschiedliche Sinnespräferenzen tragen dazu bei, dass die Umwelt nicht nur vom Betrachtungsstandort abhängt.